auch in Corona-Zeiten aktiv

Moosburger Sternsinger

Wie „Dinner for one“ an Sylvester gehören die Sternsinger zur Tradition des Jahreswechsels – auch 2022 werden die Moosburger Ministranten wieder unterwegs sein. Allerdings Corona bedingt anders als all die Jahre zuvor:

In der ersten Januarwoche werfen die Sternsinger in jedem Haushalt einen Aufkleber mit dem Haussegen sowie einen Spendenaufruf ein. Wer zusätzlich ein kostenloses „Weihrauchpäckchen“, das aus Kohle, Kreide und Weihrauch besteht, haben möchte, hat folgende Möglichkeit zum Bestellen: Auf der Homepage (https://www.sternsinger-moosburg.de) oder per Telefon (08761 7568928). Hier läuft ein Anrufbeantworter, der besprochen werden muss. Nach dem 30. Dezember können keine Bestellungen mehr entgegengenommen werden.

Die „Weihrauchpäckchen“ liefern die Sternsinger dann gemeinsam mit dem Aufkleber und dem Spendenaufruf aus. Wer für das Päckchen oder überhaupt spenden will, hat folgende Möglichkeiten: Überweisung DE49 7435 1740 0000 0031 23, BYLADEM1MSB, wobei der Verwendungszweck "Sternsinger" angegeben werden muss, um die Spende zuordnen zu können. Die Abgabe einer Barspende ist im Pfarrbüro (auch als Tüte/Umschlag im Briefkasten) ebenso möglich. Spendenboxen stehen zusätzlich im Kastulusmünster oder in einigen Moosburger Geschäften und Apotheken. Natürlich werden auf Wunsch Spendenquittungen ausgestellt. Für die Spendenquittung braucht es zusätzlich einen Zettel bei, auf dem der Name, die Adresse und der gespendete Betrag notiert ist.

Welchem Projekt kommen die Spenden zugute? Der Erlös geht an das Pope Francis Rescue Home (PFRH) in der Stadt Malindi im Südosten Kenias. Die Diözese Malindi gründete 2014 dieses Kinderschutzzentrum. Es kümmert sich um Kinder, die Opfer von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung geworden sind. In der von starker Armut geprägten Küstenregion gibt es leider auch Sextourismus, dem viele Kinder in Form von Prostitution zum Opfer fallen. Kinderehen und Inzest sind an der Tagesordnung. In dieser Einrichtung finden bis zu 45 Kinder Zuflucht und bleiben dort in der Regel für drei Monate. Sie werden psychologisch betreut und erhalten Unterstützung bei Arztbesuchen, bei Gerichtsprozessen gegen die Täter oder bei Bildungsmaßnahmen.

Ziel ist es, die Kinder wieder in ihre Familien zu integrieren. Aber auch betroffene Kinder, die in ihren Familien bleiben können, erhalten die genannten Unterstützungen des Kinderschutzzentrums. Darüber hinaus leistet das PFRH auch Präventionsarbeit, indem es Eltern, Lehrer, Dorfvorsteher und andere im Rahmen von Fortbildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen auf das Thema aufmerksam macht. Um langfristig von Spenden unabhängig existieren zu können, wurden bereits einige Finanzierungsmaßnahmen wie der Betrieb einer Grundschule, der Verkauf von Lebensmitteln aus eigenem Anbau sowie die Vermietung eines Busses gestartet. Da diese Maßnahmen bisher noch am Anfang stehen und noch nicht für den Betrieb des Kinderschutzzentrums ausreichen, ist das Pope Francis Rescue Home auf jede Unterstützung angewiesen. So bleibt zu hoffen, dass die Moosburger Sternsinger auch bei der Höhe der erzielten Spenden wieder an die gute Tradition anknüpfen können und ein fünfstelliges Ergebnis erzielen.

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