Ministrantenaufnahme

Etwas nervös stehen die „Neuen“ vor der Sakristei. In wenigen Minuten ist der große Augenblick da: Der Gottesdienst, in dem die drei Mädchen und ein Junge in die Schar der Ministranten aufgenommen werden, beginnt. Gemeinsam mit einer großen Zahl „Altgedienter“ ziehen die Neulinge zusammen mit Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger ein. Ab heute sind auch die in den letzten Wochen ausgebildeten neuen Vertreter der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde, die dem Priester bei der Messe assistieren. Ministranten übernehmen dabei verschiedene Dienste: Da gibt es den Kreuzträger, der beim feierlichen Einzug oder einer Prozession vorangeht. Er wird von den Leuchterträgern begleitet. Bei Hochfesten tritt auch der Rauchfassträger mit dem Schiffchenträger in Funktion. Außerdem übernehmen die Ministranten und –innen auch die Aufgabe, Hostienschalen und den Kelch, Hostien, Wein und Wasser zum Altar zu bringen und die Händewaschung des Priesters durchzuführen. Das Bedienen der Glocken bei der Wandlung ist ebenfalls Sache der Ministranten. Neben den Diensten am Altar kommt aber das Miteinander nicht zu kurz: Ausflüge, gemeinsame Feste und Gruppenstunden schweißen zusammen. Im Anschluss traten die Neuen vor den Altar. Die Gemeinschaft wurde besonders deutlich, als die „alten“ Ministranten die zukünftigen Kollegen „einkleideten“. Ehrfürchtige Stille begleitete diesen Moment der Aufnahme. Ein Segensgebet beschloss diesen Teil. Im Anschluss daran bekamen die neuen Ministranten mit einem Händedruck eine zuvor gesegnete Plakette überreicht. Bei der Gabenbereitung zeigten die Neuen bereits ihr Können. So standen bei der Kommunionausteilung einträchtig alte und neue Ministranten um den Altar und zeigten somit, dass Kirche Zukunft haben wird. Ein großes Vergelt’s Gott gab es am Ende des Gottesdienstes für drei altgediente Ministranten. Christina Schleicher, Sebastian Ehrmaier und Florian Wieser wurden unter dem Applaus der Gottesdienstbesucher verabschiedet. Die beiden letzt genannten waren 18 Jahre lang im Dienst.

Tradition trifft Technik

Um Staub und Schmutz aus den oberen Fenstern und Simsen des Kastulusmünsters entfernen zu können, war der Einsatz einer Hebebühne erforderlich.

Im Vorfeld galt es zu berechnen, wie schwer das Gerät sein durfte und welche Maße nicht überschritten werden durften, um im Innern zurecht zu kommen. Langsam ging es von der Empore Richtung Hochaltar. Jeweils zwei Fenster konnten gereinigt werden, ehe es wieder nach unten ging und die Bühne wieder ein paar Meter weiter bewegt wurde.

In früheren Zeiten wäre es ohne ein Gerüst wohl nicht gegangen. Am Nachmittag war dann die Arbeit getan. Die Kirchenbesucher sehen allerdings nicht, wie die Fenster wieder glänzen.

Eingeladen zum Fest des Glaubens – 59 Kinder feiern Erstkommunion im Kastulusmünster

Aufgeregt und gespannt warteten bei den vier Gottesdiensten am letzten Wochenende wie auch am gestrigen Sonntag die 59 Mädchen und Jungen in ihren feierlichen Gewändern vor der Sakristei, bis die Glocken des Kastulusmünsters schlugen und der Gottesdienst beginnen konnte.

Corona bedingt musste der Termin für die Erstkommunionfeier vom Mai in den Juli verschoben werden und schließlich feierte jede Kommuniongruppe mit den jeweiligen Angehörigen. Mit dem Verklingen des letzten Schlages setzte sich der Kirchenzug in Bewegung. Pfarrvikar Pater Gabriel Adur und Pastoralreferent Markus John begleiteten die Erstkommunionkinder, die mit ihren brennenden Kommunionkerzen feierlich durch den Mittelgang einzogen. Festliche Orgelmusik, gespielt von Stefan Metz empfing sie dabei. Nach der Begrüßung gab es eine Einführung in das Thema: Menschen brauchen Gemeinschaft. Lesen Sie hier weiter

Miteinander geht es besser – erfolgreiche Unkrautaktion am Moosburger Friedhof

Neben den Organisatoren, der katholischen Kirchenverwaltung von Sankt Kastulus, hatte sich am Samstagmorgen ein knappes Dutzend Freiwillige am Friedhof eingefunden, um dem wuchernden Unkraut Herr zu werden. Unter ihnen war auch der zweite Bürgermeister der Drei-Rosen-Stadt, Georg Hadersdorfer (links) mit seiner Tochter Lorena (rechts). Wenn auch gewerbliche Betriebe tätig sind, braucht es aufgrund der Größe des Friedhofs Unterstützung, da es bisher keine vernünftige Alternative zum Jäten gibt. Gut drei Stunden wurde Unkraut gejätet, so dass die Container gegen Mittag gut gefüllt waren. Eine kleine Brotzeit sowie der Blick auf saubere Flächen und das Gefühl gemeinsam mehr zu schaffen als alleine war der verdiente Lohn für die Anstrengung.

Kastulusfest - das zweite Mal unter Coronabedingungen

Da auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie kein Kastulusfest im herkömmlichen Stil mit Prozession gefeiert werden konnte, stand dennoch der Kastulusschrein bei dem Gottesdienst, den Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger (rechts) und Diakon Josef Kafko (links) feierten, vor dem Altar. Am Schluss der Gottesdienste gab es vor dem Schrein eine kurze Sequenz mit Texten, die in den anderen Jahren bei der Prozession gelesen bzw. gesungen wurden.

Eine knappe Million für die am Rand Stehenden gesammelt

875311,50 Euro – diese stolze Summe kam durch die Caritassammler in den letzten drei Jahrzehnten zusammen. Jeweils im Frühjahr und im Herbst waren die Damen und Herren von Haustür zu Haustür unterwegs, um durch das gesammelte Geld die oftmals versteckte Not lindern und Menschen mit den verschiedensten Problemen helfen zu können. Im Rahmen eines Wortgottesdienstes, den Pastoralreferentin Annemarie Fleischmann, die zugleich Kuratoriums-Vorsitzende des Caritas-Zentrums ist, feierte, gab es Urkunden und ein Geschenk für die fleißigen Sammler. In der Predigt, die das Wort Jesu vom Salz der Erde zum Thema hatte, machte Annemarie Fleischmann deutlich, dass ein Salzkorn wenig ausrichtet. Erst die richtige Menge verleiht den Geschmack. Ähnlich verhalte es sich auch bei den Sammlern – alleine kann man sehr wenig gegen die Not in der Gesellschaft tun. Erst im Miteinander konnte die große Summe zusammenkommen. Die für Freising zuständige Geschäftsführerin Anja Bungarz-Pippig sagte ebenfalls Vergelt’s Gott und zeigte in einigen Punkten auf, wofür das eingenommene Geld verwendet worden ist. Unterstützt wurden zum Beispiel Beratungsstellen für die unterschiedlichsten Gruppen, das Gebrauchtwarenkaufhaus „Rentabel“ oder auch individuelle Bedarfe. Bernadette Hölzl, die den Bereich Gemeinde-Caritas verantwortet, war ebenfalls beim Gottesdienst dabei und bedankte sich bei den Sammlern, die in Zukunft Briefe in den Haushalten einwerfen, da nicht mehr genügend Männer und Frauen für die Haustürsammlung zur Verfügung stehen.