Beschwingt ins neue Jahr

Erwin Weber, Gertraud Weber, Verena Krieger und Roland Goerge (von links) ließen mit ihrer Musik die Zuhörer die Sorgen des Alltags vergessen

„Im Kahlenberger Dörfl“, „Wien bleibt Wien“ oder „Kaiserwalzer“ – diese und andere Titel hörten die Besucher, die am vergangenen Samstag am späten Nachmittag ins katholische Pfarrheim kamen: Unter dem Titel „Beschwingt ins neue Jahr“ hatte der Sachausschuss Erwachsenenbildung des Pfarrgemeinderats von Sankt Kastulus zu Musik, Wein sowie heiteren Texten geladen. Über 80 Besucher folgten der Einladung und hörten von den Musikern unter Leitung von Erwin Weber Stücke wie „Florentiner Marsch“ oder den „El choclo“. Gemeinsam mit ihm spielten seine Frau Gertraud sowie Verena Krieger und Roland Goerge. Die vier Musiker harmonierten bestens und schon nach dem ersten Stück „belohnte“ sie der Applaus der Besucher. Zusätzlich trat mit Gabriele Goerge erstmals eine Sopranistin auf, die auch Musicaltitel wie „I feel pretty“ sang und die Zuhörer mit ihrer Stimme verzauberte. Ihr Ehemann Roland war nicht nur Instrumentalist, sondern begleitete seine Frau am Flügel. Zwischen den Musikstücken lasen Markus John und Michaela Hoffmann Szenen und Texte von Karl Valentin. Sie zeigten, dass vermutlich nicht nur die deutsche Spreche manche Irrungen und Wirrungen mit sich bringt, wenn es zum Beispiel darum geht, warum ein Springbrunnen seinen Namen trägt, wenn er überhaupt nicht springt. Auch die Auseinandersetzung eines Ehepaares mit dem Titel „Semmelknödel“ zeigte, dass im Alltag oft eine Kleinigkeit Anlass für größeren Schaden ist. „Der Zahnarztbesuch“ oder „Geschäftsleute“ machten deutlich, dass manche Situationen auch heute noch so passieren könnten, wenngleich es in den Zähnen keine Zementfüllungen mehr gibt. Zur Musik und den Texten gab es verschiedene Getränke wie Prosecco und Münsterwein. Die Tische im Pfarrheim waren entsprechend dem Motto mit Sektgläsern und Luftschlangen geschmückt, so dass es nicht unbedingt das Wiener Kaffeehaus brauchte, um die entsprechende Stimmung aufkommen zu lassen. Dieses Format besteht mittlerweile seit drei Jahren und, wie von den Verantwortlichen um PGR-Vorsitzende Ursula Betz zu erfahren war, gibt es auch 2019 eine Fortsetzung.

Gott nimmt die Menschen ohne Wenn und Aber an – Feierliche Christmetten im Kastulusmünster

Domkapitular Föckersperger vor dem Christkind

Bläserklänge der Familie Weber, Instrumental- und Chorstücke stimmten in diesem Jahr wie-der auf die Kinderchristmette am Nachmittag des 24. Dezember im überfüllten Kastulusmüns-ter ein. Weihnachten ist, wie die Schlangen in den Geschäften zeigen, zum Fest des Schenkens geworden. Das größte Geschenk, die Menschwerdung Gottes, ist im Lukasevangelium aufgeschrieben. So lag ein schön eingepacktes Evangeliar auf dem Altar, das Pastoralreferent Markus John zu Beginn auspackte. Dieser Gedanke bildete den Einstieg. Was der Evangelist Lukas zur Geburt Jesu aufgeschrieben hatte, gab es in verschiedenen auf eine große Leinwand projizierten Bildern zu sehen. „Die Weihnachtsgeschichte“ – ein von Münstermusiker Stefan Metz komponiertes und erstmals von der Kinder- und Jugendkantorei wurde dazu zu Gehör gebracht. Ursula Betz las die Texte. Musiker wie der mit Bildern unterlegte Text setzten die Geschichte von Jesu Geburt in ein lebendiges Bild um. Fürbitten für die, die im Dunkeln sind, und ein gemeinsames Vater unser bildeten weitere Teile. Mit dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ klang die Kinderchristmette aus. Die gut besuchte Christmette am Heiligen Abend begann auch heuer wieder mit der Matutin, der nächtliche Gebetswache. Lesen Sie hier weiter

Defibrillator - Spenden der ehemaligen Frauenverbände

Spendenübergabe

 Ein Stand beim Christkindlmarkt, Palm- und Kräuterbuschenverkauf – Frauen aus der katholischen Stadtpfarrei waren aktiv, auch wenn sich die Frauenverbände als solche aufgelöst haben. Ernestine Besenrieder (rechts) übergab dieser Tage an Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger einen Scheck aus dem Erlös dieser Aktionen. Die Summe soll in die Anschaffung eines Defibrillators gehen, der noch im Pfarrheim fehlt. Auch sonst gibt es im Pfarrheim noch mancherlei Dinge, für das Geld gut angelegt ist. Domkapitular Föckersperger sagte den Frauen Vergelt’s Gott für die Spende und versprach beim Stand am Christkindlmarkt vorbeizuschauen.

Spende für den Eine-Welt-Laden

Spendenübergabe

Ein Stand beim Christkindlmarkt, Palm- und Kräterbuschenverkauf – Frauen aus der katholischen Stadtpfarrei waren aktiv, auch wenn sich die Frauenverbände als solche aufgelöst haben. Barbara Schweiger (mitte) übergab dieser Tage an den Arbeitskreis Eine-Welt, der seit mehr als einem Jahr seinen Laden am Plan betreibt, eine großzügige Spende. Gertie Reiter (rechts) und Angelika Werner-Rippberger (links) sagten Vergelt’s Gott, weil so Unterstützung für die verschiedenen Projekte des Arbeitskreises möglich sei, da mit dem Geld ein Teil der laufenden Ladenkosten gedeckt werden kann. Wer auf der Suche nach Geschenken ist, dem sei der Laden am Plan 8 ans Herz gelegt, der am Donnerstag und Freitag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 mit 18:00 Uhr geöffnet hat. Am Samstagvormittag ist bereits ab 8:00 Uhr geöffnet.

Gemeinschaft über den Tod hinaus Gottesdienst und Gräbersegnung an Allerheiligen

Segnung des neuen Kreuzes

Die vielen Menschen im Friedhof am Nachmittag des Allerheiligentages zeigte einmal mehr sehr deutlich, dass die Verbundenheit mit den Verstorbenen über den Tod hinausgeht. Bei bewölktem Himmel und kühlen Temperaturen war kurz vor Beginn fast kein Durchkommen mehr. Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger, Pfarrvikar Pater Gabriel Adur, Diakon Josef Kafko, Pastoralreferentin Annemarie Fleischmann und ihr Kollege Markus John segneten dann jeweils einen Teil der Gräber, um die Wege nicht zu lang werden zu lassen. Das Entscheidende bei der Gräbersegnung ist das gemeinsame Gebet für die Verstorbenen. Dazu kamen dann noch ausdeutende Riten wie das symbolische Besprengen der Gräber mit Weihwasser, das an die Taufe erinnern soll und das Beweihräuchern der Gräber. Natürlich ließ es die Zeit nicht zu, dass alle der rund 2.600 Gräber auf dem Moosburger Friedhof einzeln besprengt und inzensiert werden konnten. Die Seelsorger schritten nur die Hauptwege ab. Umso mehr galt die beim Besprengen gesprochene Bitte an Gott: „Vollende, was Du an ihnen im Wasser der Taufe begonnen hast.“ allen Verstorbenen. Weitere Gebete, Lesungen und Litaneien erinnerten die Anwesenden immer wieder an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und die Gewissheit, dass Gott das ewige Leben bereithält. Stefan Metz verlas die Verstorbenen des letzten Jahres. Auch hier wurde deutlich, dass der Tod keinen Unterschied in der Person macht und neben der Hoffnung auf die Auferstehung nur die Erinnerung bleibt. Die Fürbitten unterstützten diese Gedanken. Die Stadtkapelle spielte zwischen den Texten und Gebeten passende Stücke. Münstermusiker Stefan Metz übernahm den gesanglichen Teil der nachmittäglichen Andacht, der mit dem „Salve regina“ abschloss. Am Schluss segnete Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger noch das Kreuz beim Gräberfeld für die Urnen. Lesen Sie hier weiter

Böse und gute Geister – Halloween einmal anders

Andacht

Der Mond strahlte klar vom Himmel, nur das Knirschen der Steine war in der Stille des Abends zu hören, als sich die Gottesdienstbesucher am Montagabend auf den Weg durch den dunklen Friedhof in die Michaelskirche machten – vermutlich froh, dass ihnen kein Gespenst begegnete. Diakon Josef Kafko und Pastoralreferentin Annemarie Fleischmann hatten unter dem Thema „Welchen Geistern folgst Du?“ am Montagabend zum Gottesdienst einge- laden. Nach einem Lichtritus, bei dem nach und nach die Kerzen entzündet wurden, gab Annemarie Fleischmann einen kurzen Abriss über die Geschichte von Halloween. Im christlichen Irland vermischte sich um das neunte Jahrhundert am Abend vor Allerheiligen keltisches Brauchtum mit dem christlichen Fest. Ähnlich wie die Sternsinger zogen Kinder und Jugendliche von Haus zu Haus und versprachen für die armen Seelen zu beten. Zugleich gab es in Irland die Sage, dass die Geister der Verstorbenen durch die Orte zogen, um sich davon zu überzeugen, dass alle Vorbereitungen im Hinblick auf den Winter getätigt wurden. Um nicht als Lebende erkannt zu werden, verkleideten sich Kinder und Jugendliche als Gespenster. Diakon Josef Kafko predigte dann zur Heilung des Besessenen von Gerasa. Das Rasseln der Eisenkette und das Schlagen der Steine untermalte die Stelle aus dem Markusevangelium. „Vielleicht kennen wir das ja von uns, vielleicht nicht so groß und gewaltig, aber so ein wenig?“, so der Prediger, „Von irgendetwas fremdbestimmt zu sein. Wie kommt es aber dazu, dass ein Mensch sich immer wieder im selben Teufelskreis dreht, unfrei und gefangen und immer geplagt von denselben Ängsten? Die ganze Schweinerei meines Denkens und Handelns kann in der Begegnung mit Jesus aus mir heraus - und wird durch Jesu Anwesenheit in meinem Leben vernichtet.“ Im Anschluss daran hatten die Gottesdienstbesucher Möglichkeit über „ihre guten und bösen Geister“ nachzudenken, sie aufzuschreiben, was ihnen Angst macht bzw. sie schreckt und was ihnen hilft. Lesen Sie hier weiter

Orgeleinweihung St. Valentin, Thonstetten

Stefan Metz und Lucia Haimerl

Mit einem feierlichen Abendlob und einer Segnung durch Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger fand die Sanierung der Orgel in Sankt Valentin ihren Abschluss. Ein kleines Konzert, bei dem Münstermusiker Stefan Metz begleitet durch Lucia Haimerl an der Violine die Klangfülle der Orgel demonstrierte, schloss sich an die Segnung an. Michaela Hoffmann erläuterte interessante Details zur Orgel im Allgemeinen und zur Thonstettener Orgel im Besonderen.  Das erste orgelartige Instrument wurde zum Beispiel im dritten vorchristlichen Jahrhundert von einem Ingenieur in Alexandrien konstruiert. Der Name des Instrumentes war „Hydraulis“ (von altgrie-chisch hydor „Wasser“ und aulos „Rohr“), da mit Hilfe von Wasser ein gleichmäßiger Winddruck erzeugt wurde und Metallröhren aus Bronze die Spielpfeifen bildeten. Die Winderzeugung durch Blasebälge kam erst später auf. Die Römer übernahmen die Orgel von den Griechen als rein profanes Instrument und untermalten Darbietungen in ihren Arenen mit Orgelmusik. Lesen Sie hier weiter

Missionsessen

Missionsessen

Gut gefüllt waren nicht nur die Teller beim gestrigen Missionsessen im katholischen Pfarrheim an der Leinbergerstraße – zahlreiche Familien und Pfarrangehörige nahmen das Angebot des Pfarrgemeinderates von Sankt Kastulus an und ließen sich das Chilli con carne schmecken. Zur Freude der Veranstalter galt: Wer zu spät kommt… - Die vorhandene Menge ging komplett über den Tresen, so dass ein stattlicher Betrag für die Weiterleitung an die Mission überbleiben wird. Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger freute sich, dass das Angebot nach einem Jahr Pause und in einem anderen Format so großen Anklang fand und ließ sich ebenfalls am Weltmissionssonntag sein Chilli schmecken.

Erntedank

Erntedankgottesdienst im Kastulusmünster

Anlässlich des gestrigen Erntedankfestes feierte die katholische Pfarrgemeinde einen festlichen Gottesdienst im Kastulusmünster mit anschließender eucharistischer Prozession. Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger zog gemeinsam mit Diakon Josef Kafko sowie den Ministranten zum Altar. Wie bei Festgottesdiensten üblich waren auch Mitglieder von Stadtrat mit den beiden Bürgermeistern, Anita Meinelt und Josef Dollinger, an der Spitze, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sowie Fahnenabordnungen der Vereine präsent. Kirchenmusiker Stefan Metz verstand es mit dem Münsterchor die Feierlichkeit des Tages zu unterstreichen. In seiner Predigt machte Stadt pfarrer Föckersperger deutlich, dass am heutigen Sonntag der Dank der Gläubigen über die Erntegaben, die vielen selbstverständlich geworden sind, in eine Mitverantwortung für die Zukunft der Erde münden müsse. „Wer denkt, der dankt und wer dankt, lebt verantwortungsbewusster. Wir alle können dieses Bewusstsein gut brauchen: Mitverantwortung für die Zukunft unserer einen Erde zu tragen und auch zu übernehmen. Sie darf nicht zum Spielball leichtsinniger Wirtschaftsinteressen werden, die oft genug, nachdem sie Schaden angerichtet haben, wie Seifenblasen wieder zerplatzen.  Lesen Sie hier weiter